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Der Grundsatz der Gleichbehandlung ist als Grundrecht des Grundgesetzes festgelegt (Art. 3 Abs. 1, 2 und 3 und Art. 9 Abs. 3). Jede Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse, der Nationalität, der Behinderung, der Religion, der politischen Meinung und der Gewerkschaftstätigkeit ist unzulässig. Dieses Grundrecht wurde von der Gerichtsbarkeit als Grundprinzip des Arbeitsrechts, dem sogenannten Grundsatz der arbeitsrechtlichen Gleichbehandlung, übernommen. Eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung der Arbeitnehmer ist daher rechtswidrig. Dieses Verbot gilt jedoch zugunsten der Vertragsfreiheit nicht vor der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses.

Kündigungsfristen sind gesetzlich festgelegt. Die gesetzliche Mindestdauer beträgt vier Wochen und wird jedes Mal um einen Monat erhöht, wenn der Arbeitnehmer sein 5., 8., 10., 12. und 15. Jahr der Arbeit für denselben Arbeitgeber abgeschlossen hat. Der Höchstanspruch beträgt sieben Monate, nachdem der Arbeitnehmer 20 Dienstjahre absolviert hat. Bei der Berechnung seines Kündigungsanspruchs werden jedoch Dienstjahre bis zum 25. Lebensjahr des Arbeitnehmers nicht berücksichtigt. Tarifverträge können längere oder kürzere Kündigungsfristen vorsehen, während in einzelarbeitsverhältnissen nur längere Kündigungsfristen festgelegt werden dürfen.

Ab dem 1. Mai 2000 ist dies schriftlich zu erfolgen, damit die Rechtskraft wirksam wird. Wenn Arbeitnehmer im Rechtsstreik sind oder der Arbeitgeber über eine gerechtfertigte Aussperrung entscheidet, werden die gegenseitigen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag ausgesetzt, so dass die Arbeitnehmer nicht arbeiten müssen und der Arbeitgeber nicht zur Zahlung von Löhnen verpflichtet ist. Während der Arbeitskampfmaßnahmen erhalten Gewerkschaftsmitglieder in der Regel Streikbeihilfen, die von der Gewerkschaft gezahlt werden und deren Betrag 2/3 des Bruttoeinkommens beträgt. Andere Arbeitnehmer, die direkt vom Streik betroffen sind, erhalten Sozialversicherungsleistungen vom Staat. Teilzeitbeschäftigte, die Vollzeit arbeiten wollen, müssen im Falle einer freien Vollzeitstelle bevorzugt werden. Die Arbeitgeber sind auch verpflichtet, Arbeitnehmer, die ihre Arbeitszeit ändern möchten, sowie den Betriebsrat über freie Vollzeit- oder Teilzeitarbeitsplätze im Unternehmen und über die Möglichkeiten zur Teilnahme an Ausbildungsmaßnahmen zu informieren. Laut Gesetz hat der Arbeitgeber alle Kosten des Betriebsrats insoweit zu tragen, als dies für die Wahrnehmung seiner Aufgaben erforderlich ist. Dazu gehört auch, dem Betriebsrat Büros, Ausrüstungen und größere Organisationen zur Verfügung zu stellen – sogar Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigte.

Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass der Arbeitgeber dem Betriebsrat Informations- und Kommunikationstechnik zur Verfügung stellen muss. Hausarbeit : Heimarbeiter genießen weitgehend die gleichen Rechte wie andere Arbeitnehmer, wie sie im Gesetz über die Heimarbeit vom 14. März 1951 und zuletzt am 16. Dezember 1997 vorgesehen sind. So sind die Heimarbeiter hauptsächlich durch Heimarbeitsausschüsse vertreten, die jeweils aus drei Mitgliedern von Arbeitgebern und Heimarbeitern und einem von der zuständigen Arbeitsbehörde ernannten Vorsitzenden bestehen.